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Trainingsplanung und Workouts

Trainingsplanung, Workouts für Out- und Indoor

Hier findest du interessante Artikel zur Trainingsplanung, und Workouts für draußen und auf Zwift. Alles speziell ausgerichtet auf das Training für Master.

Meine Vorgehensweise

Basierend auf meinen Recherchen habe ich mich zu folgender Vorgehensweise entschieden. Die ersten Erfahrungen sind sehr positive. Meine weiteren Erkenntnisse, im speziellen mit der Laktatmessung und Verfizierung meiner Leistungswerte und den physiologischen Parametern werde ich in meinen Blogartikel beschreiben.

Trainingszonen bestimmen

Was ist meine momentane Leistung und wie wird diese Leistung physiologisch erzielt?

Ziele definieren

Was möchte ich erreichen und welche Leistung und Fähigkeiten benötige dazu? Wieviel Zeit bin ich bereit zu investieren?

Trainingsplan

Trainingsplanung mit Phasen, Umfang und Intensitäten. Monitoring der Leistungsentwicklung. Validierung der Trainingszonen mit Laktattest.

Bestimmung der Trainingszonen

Herzfrequenzzonen

Gib einfach deine maximale Herzfrequenz und deine Ruheherzfrequenz in den Rechner ein und du erhälst deine persönlichen Trainingszonen die wir dann später validieren können.

Karvonen Puls

Powerzonen

Gib hier bitte die Werte für deine 2 min, 5 min, 20 min maximum Power der letzten 90 Tage ein. Als Ergebnis erhälst du erste Näherungswerte für deine Powerzonen. Eine Software wie zum Beispiel WKO5 gibt dir diese Werte automatisch und für verschiedene Zeiträume.

PRO CP-ANALYSIS

Gewicht (Fahrer+Bike):
KG
Intervall
Sekunden
Watt
Kurz (~3m)
Mittel (~6m)
Lang (~20m)

PROFI-TIP für Master Herzfrequenz Latenz

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Reaktionsfähigkeit des autonomen Nervensystems. Das bedeutet für uns Master-Athleten: Die Herzfrequenz reagiert oft noch träger auf Belastungsspitzen als bei einem 20-Jährigen. Die Gefahr: Wer im Intervall versucht, den Puls mit „Gewalt“ (also zu viel Power) in die Zielzone zu jagen, weil er dort nicht schnell genug ankommt, überzieht systematisch. Das Resultat ist eine unnötig hohe Laktatakkumulation und eine deutlich verlängerte Regenerationszeit. Meine Empfehlung:
1. Verlasse dich bei kurzen Belastungen (unter 3 Min.) primär auf deine Wattwerte (Power-Duration-Curve).
2. Akzeptiere, dass dein Puls heute vielleicht „nachhinkt“.
3. Nutze regelmäßige Laktatmessungen, um zu prüfen, ob deine Herzfrequenz-Zonen noch zu deiner aktuellen Physiologie passen, da die maximale Herzfrequenz im Alter sinkt, die anaerobe Schwelle aber durch gutes Training stabil bleiben kann. Trainiere mit dem Kopf, nicht nur mit dem Pulsmesser!

FAQ: Deine Trainingszonen verstehen

Was ist der Unterschied zwischen FTP und Critical Power (CP)?

Die FTP (Functional Threshold Power) ist ein Schätzwert für deine 60-Minuten-Leistung. Die Critical Power (CP) ist ein mathematisch präziserer Wert, der die Grenze beschreibt, an der dein Stoffwechsel vom „stabilen“ in den „instabilen“ Zustand (Erschöpfung) übergeht. Für Master-Athleten ist die CP oft der ehrlichere Wert für die langfristige Trainingsplanung.

Stell dir W‘ als deine „Streichholzschachtel“ vor. Jedes Mal, wenn du über deiner CP fährst (z.B. bei einem harten Antritt), zündest du ein Streichholz an. Wenn W‘ bei 0 Joule ist, ist der Tank leer. Wenn du deinen W‘-Wert kennst, kannst du Angriffe am Berg oder Intervalle viel besser timen, ohne vorzeitig „zu platzen“.

Die Standard-Formel (220 minus Alter) ist für trainierte Master-Biker viel zu ungenau. Die Karvonen-Formel berücksichtigt deine Herzfrequenzreserve (Differenz zwischen Ruhe- und Max-Puls). Das verhindert, dass deine Zone 2 zu niedrig angesetzt wird und du im Training „einschläfst“, oder sie zu hoch ist und du dich nicht regenerierst.

Mathematik ist geduldig, aber dein Körper ist individuell. Faktoren wie Tagesform, Temperatur oder Stress beeinflussen die Leistung. Wenn die Werte stark abweichen, ist das der perfekte Zeitpunkt für eine Laktat-Validierung. Dabei messen wir real, was in deinem Blut passiert, und passen die mathematischen Zonen an deine echte Biologie an.

PROFI-TIP für Master FTP

Studien und moderne Datenauswertungen zeigen, dass der klassische 20-Minuten-Test mit dem Faktor 0,95 die funktionelle Schwelle (FTP) oft um 3 bis 5 % zu hoch ansetzt. Das führt dazu, dass die darauf basierenden Intervalle zu hart werden . Ein Faktor von 0,90 ist deutlich präziser, da er die anaerobe Komponente des 20-Minuten-All-out-Versuchs besser herausrechnet und sicherstellt, dass die Zone 2 auch wirklich im Fettstoffwechsel bleibt.

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